Symptome, die nie untersucht wurden

Symptome, die ich außerdem im Laufe meines Lebens gezeigt habe, Ärzten aber niemals vorgetragen habe oder die von ihnen nie untersucht wurden und die ggf.  ebenfalls mit MS in Zusammenhang stehen könnten:


  • Unzählige Kreislaufkollapse (ab 15, mindestens 1 pro Tag)
  • Starke Depressionen  (Insbesondere ab 15. Mit 19 bin ich zu einer Neurologin gegangen, damit sie mal schaut, ob in meinem Kopf alles stimmt; denn ich hatte das Gefühl, dass die Depressionen daher kamen. Denn ihre Schwere konnte ich mir nicht anders erklären. Die Neurologin hat mich aber nur ein Bild malen und erläutern lassen und sagte dann, dass die Depressionen normal für mein Alter wären, sie bei mir nur etwas stärker auftreten würden. Ich solle einfach nicht so viel denken.)
  • Sehr häufig hatte ich einen steifen Nacken. Phasenweise reihte sich eine Schmerzphase an eine neue.
  • Irgendwann hatte ich mal eine Weile höllische Schmerzen, wenn ich den Kopf nach vorne beugte. Der Schmerz zog bis sonstwo hin. Da habe ich dann ganz lange den Kopf immer schön aufrecht gehalten. Irgendwann war das dann wieder weg.
  • Heulkrämpfe ohne äußeren Grund und final brutalste Kopfschmerzen - einige Tage lang - einige Male. (Zeitliche Nähe zu dem ersten dokumentierten MS-Verdacht.)
  • Zunehmend nicht lange stehen können (ab Jugend).
  • Zunehmend nicht lange gehen können (ab Jugend).
  • Phasenweise wackelige Beine beim Gehen. (Als Ergebnis einer Kompensation des Umstands, dass sie mir eigentlich nachgeben wollten.) Da ich auch das Wackeln noch ein wenig modulieren konnte, verkaufte ich es mir und anderen als lässige Gangart, die sich gar nicht mal schlecht anfühlte. Allerdings war mir eine andere Gangart in den Momenten gar nicht möglich, stellte ich fest, als ich es ausnahmsweise mal versuchte, weil Lässigkeit gerade nicht angebracht war.
  • Anfang der 90er machte mich eine Gesprächspartnerin darauf aufmerksam, dass meine Pupillen sich unterschiedlich an das Licht anpassten, die eine bliebe groß, während die andere ganz klein geworden wäre. Ich solle damit zum Neurologen; denn dahinter müsse eigentlich ein neurologischer Schaden stecken. Ich habe das unter anderen Lichtverhältnissen und an verschiedenen nächsten Tagen nochmals kontrolliert und das stimmte tatsächlich. Es sah total abartig aus und eindeutig unnormal. Nach einer Weile trat es aber nicht mehr auf und ich dachte nicht mehr drüber nach.
  • Anfang der 2000er hatte ich phasenweise starkes Arme, Hände- und Oberkörperzittern und ebenfalls nachgebende Beine. Insbesondere, wenn ich etwas Alkohol getrunken hatte, trat das umgehend so stark auf, dass ich nicht mehr gesellschaftsfähig war, wie ich das damals beurteilte, weil ich es so interpretierte, dass ich mit dem Alter wohl immer weniger Alkohol vertrug und schon nach einem kleinen Glas Kölsch rauschartige Ausfallerscheinungen zeigte. In Folge dessen stellte ich auch den gelegentlichen Konsum von wenig Alkohol nach einer Weile ein. Seit Jahren trinke ich nie auch nur einen Tropfen Alkohol, selbst zu Silvester nippe ich an keinem Sekt.
  • Es gab mehrere Phasen in meinem Leben, in denen ich auffallend starke Wortfindungsschwierigkeiten hatte. Andauernd umschrieb ich Worte, die ich nicht fand. Aber auch für die Umschreibung fielen mir nicht alle Worte ein. Die Menschen um mich herum mussten ständig erraten, was ich ihnen sagen wollte - "Hund?" -  Nein, kleiner. - "Katze?" - Nein, genau anders. - "Maus?" - Ja, Maus. Also, die Maus ... huschte vorbei als ich gerade das ..., na ...ehm ...., ich aß das, ... so rund ... isst man morgens. - "Brötchen?" - Ja, aber ein bestimmtes. - "Mohn?" - Nein. - "Sesam?" - Nein. - "Laugen?" - Nein - "Käse?" - Nein, so rot. "Schinken?" - Nein, süß. - "Marmelade?" Ja, Marmelade, Marmeladenbrötchen. Also die ... ehm ... - "Maus?" - Maus huschte vorbei, als ich gerade ein Marmeladenbrötchen aß ...  ---- Irgendwann gab's auch mal Beschwerden. Das würde ja immer schlimmer. (Wenn mir nicht mal mehr die umschreibenden Worte "bestimmtes, rot und süß" einfielen.) Da sollte ich doch mal mit zum Arzt gehen.

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