Seiten

Spritztechnik

Vorinfo


Ich spritze mit dem Injektor.


Was ich sebst verbessern kann


  • Auch an komplizierten Stellen versuchen, die Spritze stets senkrecht nach unten zu halten, wenn die Kappe abgezogen ist.
  • Auch an komplizierten Stellen versuchen, die 90 Grad zur Haut einzuhalten.
  • Auch an komplizierten Stellen versuchen, nicht zu drücken.

Das wurde mir etwas lockerer erklärt, weshalb ich immer aus dem Stand gespritzt habe. Wegen der Hautreaktionen habe ich aber die Broschüren zu der Spritztechnk mal genauer studiert und daraus ergeben sich die oben genannten Punkte. Sie bedeuten, dass ich wesentlich mehr logistischen Aufwand betreiben muss, als ich das bislang tue.

Stechen Sie sich mal mit einer 90-Grad-Spritzenhaltung selbst von oben nach unten in den Hüftspeck, wenn Sie kaum welchen haben. Dazu muss alles an einer Liegestätte griffbereit parat stehen, muss man stabil auf der Seite liegen, gestützt nur vom Rücken; denn den Arm auf der Seirte, samt Schulter muss man bewegen können. Aus der Haltung heraus muss man die Kappe ziehen und einen eventuellen Tropfen abklopfen, den Injektor in einer 90-Grad-Position zur Haut mit einer Hand ansetzen, mit der zweiten unten stabilisieren, dann entriegeln und abschießen und nach der vollendeten Injektion (dauert einen Moment) noch weitere 30 Sekunden bewegungslos verharren, damit kein Rückfluss in darüberliegendes Gewebe stattfindet. Bei alledem den Injektor immer schön senkrecht halten.

Am Arm ist das noch schwerer; denn da hat man keine zweite Hand zur Verfügung. Hat man kurze Arme und kleine Hände, die wegen Arthrose in ihrer Beweglickeit eingeschränkt sind, wie das bei mir der Fall ist, dann ist es schwer, die 90 Grad hinzukriegen und den Druck zu lockern. Um zu Entriegeln muss man ja erstmal Druck ausüben, ohne zweite Hand die Position der ersten lockernd zu ändern, ist so gut wie unmöglich. Senkrecht halten ist an meinem Arm nur alle paar Wochen mal möglich, weil ich nicht viel Fett am Arm habe, das ich mit Hilfe der Stuhllehne hochdrücken könnte, um da von oben nach unten reinstechen zu können. Ich kann ja nicht immer in die gleiche Stelle spritzen und an die anderen komme ich halt nur, wenn ich den Injektor waagerecht halte.

Das Problem ist auch, dass man nicht ewig mit Stellungen rumprobieren kann, weil man sonst ja andauernd eventuell neu entstandene Tropfen an der Spritzenspitze abklopfen muss und dafür muss man dann die Position wieder aufgeben und von vorne beginnen.


Das ist also sehr schwer und verbunden mit viel mehr Anspruch an meine Aufmerksamkeit und Konzentration (die ich nur selten aufbringen kann), mit mehr Arbeit und mit mehr Zeit (die ich nicht habe). Aber es sind die Punkte bei denen ich versuchen kann zu optimieren.


Was genauer überprüft werden müsste


Wieso jeden Monat rund 1600 Euro für ein Medikament ausgegeben werden, das auf korrekte Stichtiefe angewiesen ist, um hilfreich und nicht schädigend zu sein, aber keine genauere Gewebsmessung vorgenommen wird, um korrekte Stichtiefen zu ermitteln, ist mir ein Rätsel. In meinem Fall hat die MS-Schwester von außen drauf geguckt und gesagt: "Hier nehmen wir mal 8mm und da nehmen wir besser nur 4mm." Nach dem Motto: Wenn danach der jeweilige Körperteil nicht abfällt, wird's wohl okay so sein. Dass das mehr getippt war als stichhaltig ermittelt, habe ich bei meinem letzten Besuch bemerkt, als die MS-Schwester fragte, welche Stichtiefen sie festgelegt hatte und nicht auf die Idee kam, dass sie das vielleicht mal neu bewerten müsse; obwohl ich seit dem letzten Besuch sichtbar abgenommen hatte. Ich habe das nicht angemerkt, weil eine neue Tiefenangabe so ebenso wertlos wäre, wie eine alte, wenn sie nur geraten ist.

Im Internet habe ich gelesen, dass eigentlich mit einem Gerät ermittelt werden müsste, wo das Unterhautfettgewebe an welcher Stelle anfängt und wie dick es ist. Danach weiß man, wo man mit welcher Tiefe stechen kann und wo man besser nicht sticht. So groß sind die Flächen ja nicht, die für das Stechen überhaupt in Frage kommen.

Also, das werde ich demnächst mal anstrengen, das mir das verordnet wird.


Was notfalls theoretisch helfen könnte


Wenn nicht mehr viele Möglichkeiten bestünden, mich selbst korrekt zu stechen, dann müsste das halt punktuell in einer Praxis gemacht werden. Eine zweite Person kann mich ja an mehr Stellen korrekt stechen, als mir das alleine möglich ist und kann auch da stechen, wo ich gar nicht drankomme.

Theoretisch ist das zumindest so.

Praktisch aber ist die Frage, ob das sorgfältig gemacht wird. Ich habe genügend schlechte Erfahrungen mit Blutabnahmen und Injektionen.

0 Kommentare :

Kommentar veröffentlichen